Liebe Leser,
wer enttäuscht ist, dass hier derzeit so wenig geschrieben wird, muss nicht weinen. Aber es ist Fußball-EM. Ein Tipp: Public Viewing bei Waldemar im Zelt.
Und wer gar nicht genug bekommt, kann sich sein eigenes Panini-Bildchen erstellen: http://www.volee.ch/home/mein-eigenes-fussball-bildchen.asp
Aber bitte nicht im Kroatientrikot!
PS: Auch in unserer Partnerstadt Mürscht ist derzeit nicht viel los, unsere Werbekampagnen Hauptfigur Helmut B. ist derzeit pro Tag nur mit einem Bild in der Zeitung. Das können wir besser! Immer sitzen die Gesichtszüge immer einheitlich.
Die wichtigsten Termine fürs Wochenende
Samstag, 31.5. - Stockheim/Rhön - Biermösl Blosn bei den Rhöner Kulturtagen (leider ausverkauft!)
Samstag, 31.5. - Kleinwenkheim - Fetz am Gock
Sonntag, 1. Juni - Waldfenster (Sportplatz) - Letztes Heimspiel des TSV Waldfenster gegen den SV Detter/Weißenbach
Samstag, 31.5 - Montag, 2.6. - Katzenbach - Backofenfest
Vorankündigung:
19. - 21. Juni - Queens of Metal-Festival in Kleinwenkheim - mit u.a. Sabaton, Knorkator und Brainstorm. DAS Metalfestival hier in der Region. Unterstützt bitte die unglaublich wacker kämpfenden Jungs… sonst kommt in den nächsten Jahren keine bekannte Band mehr in unsere Gegend.

Liebe Leserinnen und Leser,
was sich am gestrigen Sonntag in Premich auf dem Fußballplatz abgespielt hat war sensationell. Einen 0:2-Rückstand hat der TSV Waldfenster in ein hochverdientes 2:2 umgebogen. Um ein Haar wäre der Sieg sogar noch möglich gewesen - verdient wäre er allemal gewesen.
Leider kann ich den Artikel aus der Mainpost nicht einstellen, aber wer das Spiel gestern gesehen hat hätte lachen können. Nichtganzgenau-Zitate: “Der von Beginn an überlegene SV” oder (beim Elfer zum 1:0) ”wurde unsanft zu Fall gebracht”. Da muss der Premicher Berichterstatter vermutlich von den blauglänzenden Fußballschuhen des gänzlich abgemeldeten Stürmers mit der Nummer 10 und der sagenhaften Technik geblendet gewesen sein.
Auf jeden Fall waren die Waldfensterer Fans Kreisklassen-reif, die nächste Saison kann kommen!
Fränkisches Freud’ und Leid an diesem Wochenende: Während der 1. FC Nürnberg mit der wohl stärksten Mannschaft der letzten 20 Jahre in die 2. Fußballbundesliga abgestiegen ist, kratzt der TSV Waldfenster an den Aufstiegsrängen.
Mit einem hochverdienten 2:1 über den SV Zeitlofs/Rupboden steht unser Team jetzt auf Platz 3, nur vier Punkte hinter der SV/DJK “Kermit, der Frosch” Premich. Und das bedeutet (für die nichteingeweihten Erfolgsfans, die erst dann am Sportplatz auftauchen, wenn der TSV oben mitspielt): am kommenden Sonntag spielt Waldfenster - richtig! - gegen und in Premich. Mit einem Sieg wäre der TSV bis auf einem Punkt Rückstand vor dem letzten Spieltag (gegen Detter/Weißenbach) an einem Relegationsplatz dran.
Wer genau rechnen möchte (Die Tordifferenz zählt bei den niedrigklassigen Verein nicht bei Punktgleichheit):
http://ergebnisse.bfv.de/ligaPublicErgebnisse.do?reqCode=edit&showErgebnisse=1&liga_id=15523&filterType=combine&geschlecht_id=1&altersklasse_id=10&spielklasse_id=0&bezirk_id=7&kreis_id=34&spieltyp_id=1&vereinsname=&reset=1
Ähnliche Konstellation hatte der 1. FC Nürnberg am Wochenende auch. Aber wie das derzeit so ist mit uns Franken - es passt einfach alles zusammen, dass wir immer als Verlierer da stehen. Die ober- und niederbayerische Fraktion der Bayerischen Staatsregierung setzt alles daran, den fränkischen Ministerpräsidenten abzusägen (selbst Schuld, wer sich mit einem Erwin Huber verbündet…), damit bald wieder ein heimattreuer Gebirgsschütze dran ist, der die Lederhose auch noch mit Stolz trägt und der FCN ist nur noch zweitklassig. Ein schwarzes Wochenende für Franken - Waldfenster natürlich ausgenommen!

Die vom Waldfensterblog gestartete Imagekampagne für unsere Partnergemeinde Münnerstadt “Du bist Blank!” zeigt erste bahnbrechende Erfolge. Die lokalen Medien - vor allem die, deren Initialen mit S und Z beginnt - steigt voll ein. Seit Amtsantritt am 1. Mai läuft die blanke Propagandamaschine wie frisch geölt. Kein Tag, an dem nicht mindestens drei Bilder mit dem neuen, herzhaft frisch und ungezwungen glücklich lächelnden Stadtoberhaupt abdruckt. Bisher waren’s folgende Meldungen: Blank vereidigt Burghäuser Ortssprecher, Blank vereidigt den Windheimer Ortssprecher, Blank weiht einen neuen Pflasterstein auf dem Rathausplatz ein, Blank grüßt jeden Kanaldeckel persönlich. Höhepunkt: Blank und LEBENSGEFÄHRTIN (oh oh - CSU! Über dieses Wort sind schon höhere Politker beinahe geseehofert!) schmeißen sich in sexy Radlerklamotten. Fehlt nur noch: Blank holt Gabriele Pauli zur Münnerstädter CSU (mindestens genauso hübsch in Radlerkleidung).
Ein Riesenerfolg, der an die besten Zeiten von KH Laudenbach in Bad Kissingen erinnert. Der hat auch das Stadtblatt aus der Taufe gehoben und war in Spitzenzeiten auf 30 von 31 Fotos in diesem Magazin, weshalb es auch den verheißungsvollen Titel “Stadt-Prawda” bekam.
Nur, liebe Mürschter, wenn euer Neuer anfängt etwas von einer Deutsch-chinesischen Fußballakademie zu faseln, plötzlich Phaeton fährt und sich einen Schnauzer wachsen lässt, dann heißt es aufpassen!
Solange arbeiten wir an der zukunftsträchtigen Partnerschaft Münnerstadt & Burkardroth. Wir erinnern: Emil Müller - früher bekannt als unantastbarer Bürgermeister in unser Heimatgemeinde - ist das große Vorbild der Münnerstädter Christsozialen. Diese hatten sich im Wahlkampf immer wieder darauf berufen, wie erfolgreich Müller in Burkardroth sei. Könnte ja auch keiner im geringsten ahnen, was die Wähler da Anfang März für einen Unfug treiben.
Auf geht’s, Helmut Blank! Weiter so mit diesen tollen Schlagzeilen. Münnerstadt - unsere Partnergemeinde - erblüht im Medienglanz.
Das Volk hat im März gewählt, nun steht in wenigen Tagen der Wechsel an. Der Machtwechsel. Wie wir der Saalezeitung heute entnehmen konnten, hat sich der neue Rathauschef in Bad Steben darauf eingestimmt, was ihn in nächster Zeit als Bürgermeister der Marktgemeinde Burkardroth erwartet
Ein nächster interessanter Punkt erreicht uns aus Münnerstadt - dort berichtet die Mainpost über die Haushaltsverhandlungen. Zitat von Redakteur Michael Petzold: “Auch langjährige Beobachter können sich nicht daran erinnern, dass jemals eine Entscheidung über den Jahreshaushalt im Stadtrat so entspannt über die Bühne gegangen wäre, wie in diesem Jahr.” Na woran das wohl gelegen hat?! Vielleicht an der Tatsache, dass sich die CSU bei der Kommunalwahl mit einer Polonaise BLANKenese an die Spitze geschunkelt hat und jetzt mal lieber ruhig ist? Nur der Schwarze Reiter musste wieder einer seiner Vergleiche mit der Gemeinde Burkardroth ziehen: Zitat Mainpost ”Damit entgegnete sie (Seger, die Red.) Reiter, der darauf aufmerksam gemacht hatte, dass Burkardroth bei etwa gleicher Einwohnerzahl statt 2,36 Millionen wie Münnerstadt nur 1,5 Millionen an Personalkosten aufbringen müsste.”
Warum hat Münnerstadt also mehr Personalkosten als Burkardroth? Wer Böses vermutet könnte die These aufstellen, dass in Mürscht einfach viele treue, langjährige und verdiente Mitarbeiter am Werk sind denen einfach ob der Länge der Zugehörigkeit mehr Gehalt zusteht. In Burkardroth hingegen herrscht vielleicht eine größeres Kommen-und-Gehen der Mitarbeitern, so dass immer nur Anfangsgehälter gezahlt werden müssen. Aber das ist natürlich reine Spekulation.
PS: Schönes Foto auf einem Windrad, Herr zukünftiger BM!. Hoffentlich wird’s nicht sinnbildlich für die Arbeit im Rathaus. Die Erfahrung hat gezeigt, dass da schon Viele gegen Windmühlen gekämpft haben. Aber wenigstens darf - laut Saalezeitung - der scheinbar mächtigste Mann dieser Institution die erste Gemeinderatssitzung leiten.
Angelehnt an die Diskussion über den Dativ, der ja des Genitivs Tod sein soll, starte ich jetzt eine Umfrage zum Thema Dialekt. In nur wenigen Regionen Deutschlands ist der Dialekt so vielfältig wie bei uns in der Rhön. Daher muss ich jetzt eine Lanze für den Dialekt brechen, der immer öfter in Vergessenheit gerät. Und noch schlimmer: Viele Rhöner schämen sich ihres Dialektes. Das darf und das muss nicht sein. Dialekt ist ein Stück Heimatgeschichte, und wer ihn beherrscht ist kein Dorftrottel sondern ein zweisprachig gebildeter Mensch!
Daher wählen wir jetzt den schönsten Dialektbegriff Waldfensters, nutzt also die Kommentarfunktion (bitte keine Insiderbegriffe wie Kohdrähüggel, damit können Nichtwaldfensterer nichts anfangen;-)! Und vielleicht haben wir hier schon bald die größte Sammlung “Rhöner Dialekt für Anfänger”.
Meine Favoriten:
nachte - gestern
onsichsnachte - vorgestern
Öwere Boade - Dachgeschoss